• Foto zum Thema ehrenamtliches Engagement: Zu sehen ist Susanne Aumann, die im Text acht Gründe schildert, warum sich ein Ehrenamt lohnt.
    Warum sie so viel Zeit und Energie in ehrenamtliches Engagement stecken? Susanne Aumann, Vorsitzende der dbb jugend nrw, hat für #staatklar acht Gründe aufgeschrieben, warum es sich lohnt. Foto: Markus Klügel

Ehrenamtliches Engagement Acht Gründe, warum sich ein Ehrenamt lohnt

Susanne Aumann ist Vorsitzende der dbb jugend in Nordrhein-Westfalen – ehrenamtliches Engagement, das viel Zeit kostet. Aber auch ehrenamtliches Engagement, das viel zurückgibt. Für #staatklar hat sie ihre Motivation aufgeschrieben.

Immer wieder haben mich Menschen zu meinem ehrenamtlichen Engagement befragt: Wieso machst du das alles? Du mutest dir ja ganz schön viel zu, ist das nicht total stressig? Und du bist ja ständig unterwegs, was sagt eigentlich dein Mann dazu?

Also, warum tue ich mir das an? Das sind meine Antworten:

1. Selbstwirksamkeit

Meine Ehrenämter haben mich in der inneren Überzeugung bestärkt, schwierige oder herausfordernde Situationen gut meistern zu können – und das aus eigener Kraft. Positive Erfahrungen übertragen sich quasi automatisch in andere Lebensbereiche und helfen damit ein Leben lang.

2. Glück

Mein Ehrenamt macht mich glücklich. Und ich habe gelernt, besser mit Stress umzugehen. Für diese Zufriedenheit hat sich in den USA der Begriff „Helper’s High“ etabliert. Wie sich so ein Hoch anfühlt, erfahre ich regelmäßig.

3. Wissen

Ehrenamtliches Engagement erweitert den Horizont und sorgt für wertvolle Erfahrungen außerhalb der eigenen Bubble. Ich durfte bereits viele Menschen und verschiedene Lebenswelten kennenlernen, habe mich für neue Themen begeistert und nicht zuletzt mein Interesse für Politik entdeckt.

4. Erfolg

Gemeinsam für bessere Bedingungen kämpfen, auch gegen Widerstände die eigene Meinung vertreten, andere Sichtweisen aushalten, Ziele setzen, diese verfolgen und im besten Fall erreichen – all diese Fähigkeiten fallen nicht vom Himmel. Aber für unsere Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie sind sie enorm wichtig.

5. Zeitmanagement

Es ist immer wieder ein Balanceakt, Privatleben, Beruf und Ehrenamt zu vereinbaren. Prioritäten setzen, sich selbst organisieren und ein gutes Zeitmanagement gehören zu den Kernkompetenzen, die alle lernen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Ich bin durch die Arbeit im Ehrenamt freier geworden und durfte an vielen neuen Erfahrungen wachsen.

Susanne Aumann, Vorsitzende der dbb jugend nrw

6. Wertschätzung

„Wir bestreiten unseren Lebensunterhalt mit dem, was wir bekommen, aber wir leben von dem, was wir geben“ – so hat es einst der frühere britische Premier Winston Churchill ausgedrückt. Das fühle ich sehr, wenn ich meine Zeit in sinnstiftende Arbeit investiere. In all den Jahren wurden mir Vertrauen, Wertschätzung und Dankbarkeit entgegengebracht. Ehrenamtliches Engagement ist der Motor der Demokratie.

7. Wachstum

Vor meiner ehrenamtlichen Tätigkeit hätte ich mir nie vorstellen können, vor großen Gruppen zu sprechen. Ich bin durch die Arbeit im Ehrenamt freier geworden und durfte an vielen neuen Erfahrungen wachsen. Denn: „Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ (H. Ford)

Mehr entdecken: Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland – Toolbox für die Freiwilligenarbeit

8. Netzwerke

Nicht zuletzt bietet ehrenamtliches Engagement immer die Chance, sich zu vernetzen. Manchmal hilft das im Beruf oder es entstehen daraus neue ehrenamtliche Projekte – oder sogar Freundschaften fürs Leben. Ich bin dankbar für all die Menschen, die auch abseits des Ehrenamtes zu Freunden geworden sind!

Mein Fazit: Ehrenamtliches Engagement bereichert mein Leben. Ich setze mich gerne für Themen ein, die mir wichtig sind. Es macht mir Spaß, dies mit vielen motivierten Weggefährten zu tun. Gemeinsam versuchen wir, die Welt ein Stückchen besser zu machen!

Text: Susanne Aumann